Kreativität im Alltag nutzen – Gehirnwellen Theta

Kreativität Alexander Renner

Wir suchen unsere Kreativität, die zündende Idee, den einen Impuls und wollen von der inneren Schaffenskraft profitieren. Das tragen sie alle in sich. Jeder hat die Fähigkeit dazu. Den mentalen Zustand in unserem Gehirn dafür schauen wir uns jetzt näher an. Es sind die Theta-Wellen, die wir dafür brauchen – und den Zugang dazu.

Quelle der Kreativität

Viele kreative Menschen berichten oft davon, wo oder in welcher Situation ihnen die zündende Idee kam. Giacomo Puccini sprach von Gott, der ihm Madame Butterfly diktiert habe. Andere haben immer einen Zettel auf dem Nachttisch, damit sie die Ideen in Träumen sofort aufschreiben können. Viele Kreative nehmen bewusstseinsverändernde Substanzen, andere brauchen die Abgeschiedenheit und Ruhe, um zu sich selbst zu finden. Manchen kommen die besten Ideen beim Sitzen auf der Toilette. Hermann Hesse ging gerne ausgiebig spazieren.

Alle haben eins gemeinsam: Der kreative Fluß kommt aus ihrem Inneren und ist im alltäglichen Leben extrem schwer anzapfbar. Ob Schlaf, Traum, Meditation, Drogen, Muse, Abgeschiedenheit. Es spielt sich unter der bewussten Alltags-Oberfläche ab: dem Unterbewusstsein. Da müssen sie ran. Und das gelingt über die Theta-Wellen.

Theta ist aktiv

Theta ist ihr unterbewusst blubbernder Ozean unter der Oberfläche. Stellen sie sich vor, sie meditieren lange Zeit intensiv über ein Thema oder liegen ruhig und führen sich immer wieder die selbe Konstellation vor Augen. Plötzlich finden sie die Lösung – dann war das Theta. Es hat auf einmal „etwas ins Bewusstsein hochgeschoben“, das ihnen weiterhilft. Sie wissen aber überhaupt nicht, wo dieses Wissen auf einmal herkam, warum diese Lösung irgendwie da war. Sie haben sie nicht hergeleitet. Lösungen kommen oft „einfach so“ und sie weißt, „das ist die Lösung“. Da liefen Prozesse im Gehirn ab, Theta war da aktiv – ohne, dass sie es bemerkt haben.

Hintergrund: Theta Wellen im Gehirn

Alexander Renner Theta Wellen
Grafik: Hugo Gamboa, Eeg theta, CC BY-SA 3.0

Die Schwingungen in unserem Gehirn, die sich zwischen 4 und 8 Hz bewegen werden Theta-Wellen genannt (andere skalieren bei 3 und 7 Hz). Wir haben sie immer, sie sind aber nicht zu jeder Tagesphase dominant. Unser Gehirn schwingt vorwiegend im Theta-Bereich, wenn wir leicht schlafen, träumen, kurz vor dem Aufwachen. Wir kennen aber noch andere Situationen bzw. mentale Zustände, die typisch für Theta sind:

Theta-Beispiele

  • Unterbewusstsein
  • Traumwelt
  • Kreativität
  • plötzliche Eingebungen
  • Intuition
  • Twilight-Zone zwischen Schlaf-und Wachzustand*
  • Schamanische Trance 4,5 Hz
  • tiefe Meditation – Zen-Bereich 6-4 Hz

Wie kann ich damit arbeiten

Jetzt fragen sie sich vielleicht: Toll, und wie kann ich das gezielt einsetzen? Es braucht nicht immer die zündende Lebensidee sein. Ich muß nicht gleich einen Song wie „Imagine“ schreiben oder die Formel für den Weltfrieden finden. Die Lösung für meine aktuelle Herausforderung reicht mir schon aus.

Die Infografik beschreibt kurz, woher viele Menschen ihre schöpferische Kraft ziehen, welche Gehirnwellen verantwortlich sind und was sie tun müssen, um gezielt kreative Lösungen finden.

Quelle der Kreativität

Ich werde ihnen im nächsten Artikel ein paar simple Wege zeigen, wie sie ihr Gehirn dazu bringen, das Tor zum Unterbewusstsein und Kreativität zu öffnen. Sorry für den Cliffhanger.

Quelle:

* BUDZYNSKI, Thomas. Tuning in on the twilight zone. Psychology Today, 1977, 11. Jg., Nr. 43, S. 38-44.


Versäumen sie nich die beiden anderen Beiträge aus der Serie

Gehirnwellen Delta – Tiefschlaf und Regenerierung

Gehirnwellen- ein paar Grundlagen

2 Gedanken zu „Kreativität im Alltag nutzen – Gehirnwellen Theta

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